Zum dritten Mal werden die Eltern des kleinen Max zur Abholung desselben ins Smal-Land gebeten. Da liegt doch die Vermutung nahe, dass Renate und Bernd das Maxi für immer bei Ikea abgegeben haben; beschwingt fahren sie im ersparten Wohnmobil in ihr kinderfreies Leben gen Kroatien.
Ich habe Ikea schon immer gehasst; den Stil der Möbel, die glücklichen Gesichter in der Musterausstellung, das Schild in der Damentoilette: Kostenlose Tampons bekommst du an der Information.
Und auch, dass einen alle Schilder mit du ansprechen, als wär man die Cousine von dem Schildermann in der Graphik Design Abteilung.
Der 17-jährigen Azubine, die mich durch die Lautsprechanlage zum vierten Mal innerhalb einer Stunde auf das Schweineschnitzel für 6.90 aufmerksam macht möche ich höchstpersönlich ein Sprech – und Artikulationstraining verpassen. Oder ein Verbot.
Sehr dankbar bin ich doch dafür, wieder einen Internetanschluß zu haben. Man fühlt sich gleich viel geborgener. Reanimiert.
Der Umzug war der Hammer. Es war nicht wegen des Kühlschranktragens oder Paletten abschleifen oder Waschmaschine anschließen oder die roten Wände des Vormieters überstreichen oder die orangene Toilette ertragen, sondern alles gleichzeitig und sich von subway ernähren.
Nun also auf dem Ledersofa vor der Warenausgabe bei Ikea sitzen und realisieren, dass wir über den Berg sind. Die zwei ersten Gegenstände, die wir in die Wohnung getragen haben waren ein Samowar und der Laptop.
Alles wird gut.


