Lese die Biographie von H. Melville, der Autor von Moby Dick, so wie ich die Biographien duzender anderer Leute, deren Werke niemals mein Auge streiften, gelesen habe: Belanglose Briefe, die diese Menschen an ihre zeitweiligen Freunde schrieben, langwierige Schilderungen der Cousine, wie er sie um 20 Dollar angepumpt hat, Notizen über vertragsbrüchige Partner im Tagebuch.
Ich glaube, das ist meine Telenovela oder das, was für Frau Opiz französische Filme sind, in denen man jemand 45 Minuten dabei zusieht, wie er raucht.
Und tatsächlich, als ich vorhin versuchte, mir einen Schwarz Weiß Film von 1929 zu Gemüte zu führen, war mir das zuviel Action und sofort wieder ausgemacht.
Was den Harten Mittwoch (mein Agenturtag) immer herzlich entschädigt ist das anschließende Einsacken in Tommes und Aksis tiefem Sofa, kalter Auflauf für mich aufbewahrt und von Boris Hand gereicht, den Zwillingen beim Backgammon zusehen und feststellen, dass Alejandra genauso müde ist, wie ich.
Ich werde demnächste jedem Wochentag ein Namen geben, der mir entspricht. Den Harten Mittwoch habe ich schon mal. Beim Dienstag schwanke ich noch zwischen Frau Schmycks Tassen oder Lesen mit dem Großvisier.
