Ich liebe Wassermelonen und ich liebe Schlomo und ich liebe Jesus. Und wenn ich in einer Kirche sitze und die anderen Stinker sind endlich draußen dann verstehe ich, dass der am Kreuz was für mich gemacht hat. Ich liebe ihn nicht wie die Melonen und nicht wie Schlomo, aber es ist doch eine Art Liebe. Die letzten zwei Jahre dachte ich, das geht nicht, du kannst nicht diesen ganzen Mist glauben, und das geht wirklich nicht, aber ein bißchen was kann ich glauben und da macht es dann auch nichts aus, dass es konträr zum Verstand läuft und eigentlich ganz großes Märchen, Epos in zwölf Bänden.
Dann ist heute unser Küchenregal mit Karacho runtergeknallt. Da waren zwei Duzend Gläser mit Gewürzen drauf; sind alle in Scherben und Curry, Koriander und Chilli überall. Ein wenig getrauert, weil auch der gute Mörser futsch ist, aus der größten Scherbe einen Seifenhalter gemacht. Schlomo hat Scheißerei und Sommergrippe und kriegt vegetarische Hackbällchen, weil er sich nicht wehren kann.
Wegen gestern schon wieder erholt, aber die Kinder auf dem Spielplatz hats böse mitgenommen; als ich Nachmittagschlaf machen wollte der eine immer: “Ich bin Fernando Torres!” und darauf der andere: “Jährrr!” und irgendwie auf ihn drauf gesprungen oder so. Im Keller im Hinterhof übt heute wieder die Nirvana Coverband, ich arbeite erst wieder am Mittwoch, also große Idylle.
Papa doma.



