
Die Schachsaison ist eröffnet.
Nachdem uns die Zeugin ein einwandfreies, hölzernes Spielbrett geschenkt hat werden wir die Winterabende mit kasparowschem Vergnügen vertun.
Gestern hat der Maler nach sechzig Minuten konzentriertem Schweigen Equador Brilla doch noch geschlagen und lässt sich, von jedem der es wissen will, gerne fordern. Passend dazu serviert das Haus Schlomo & Balkan schwarzen und weißen Tee mit Spritzgebäck und für die Nichtstrategen Reiseberichte deutscher Forscher in Sibirien aus der örtlichen Leihbibliothek.
Zum besseren Verständnis aller Anfänger habe ich ein grapisch einleuchtendes Plakat mit einer Zusammenfassung der Regeln erstellt. Dies nebst diverser Schachratgeber kann bei Bedarf herangezogen werden.
Abseits davon saß ich heute am U-Bahngleis, als sich neben mich ein Vierzehnjähriger setzte, seinen Ranzen öffnete, die Süddeutsche rauszog und darin las. Ich war geschockt.

