Tod und Verderben

wir haben es nicht nötig

October 27th, 2008

Fast November (heute ist Weltschildkrötentag)

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Die Schachsaison ist eröffnet.
Nachdem uns die Zeugin ein einwandfreies, hölzernes Spielbrett geschenkt hat werden wir die Winterabende mit kasparowschem Vergnügen vertun.
Gestern hat der Maler nach sechzig Minuten konzentriertem Schweigen Equador Brilla doch noch geschlagen und lässt sich, von jedem der es wissen will, gerne fordern. Passend dazu serviert das Haus Schlomo & Balkan schwarzen und weißen Tee mit Spritzgebäck und für die Nichtstrategen Reiseberichte deutscher Forscher in Sibirien aus der örtlichen Leihbibliothek.
Zum besseren Verständnis aller Anfänger habe ich ein grapisch einleuchtendes Plakat mit einer Zusammenfassung der Regeln erstellt. Dies nebst diverser Schachratgeber kann bei Bedarf herangezogen werden.

Abseits davon saß ich heute am U-Bahngleis, als sich neben mich ein Vierzehnjähriger setzte, seinen Ranzen öffnete, die Süddeutsche rauszog und darin las. Ich war geschockt.

October 24th, 2008

Erlahmt

Ich tue einstweilen nichts, lese Geschichtsschreibung zur Eroberung Sibiriens und sehe mir eine achtteilige Dokumentation über die Flüsse Innerasiens an. Der Teeverkäufer hat mir Japanischen grünen Halbschatten-Tee (Kabuse Nr 2.) empfohlen. Ich trinke 5 Tassen täglich und hörte, es hilft gegen Alzheimer.
Und weil Freitag ist stehen Verse aus der Edda auf dem Programm.
Hjalmars Sterbelied:

Hab sechzehn Wunden,
die Wehr zerhaun;
Schwindel fasst mich
schwarz vor den Augen:
Angantyrs Schwert
schnitt zum Herzen,
scharfe Schneide,
in Gift geschmiedet.

Hatte fünf Höfe
im Heimatland.
Nimmer sollt ich
genießen sie.
Lebens ledig
liegen muß ich,
versehrt vom Schwert
auf Samsey nun.

Schied von der lichten
Linnengöttin
auf Agnafits
äußerstem Strand.
Wahr muß werden
das Wort, das sie sprach:
Wiederkehren
würd ich nimmer…

Östlich vom Stamm
streicht der Rabe;
eilend folgt ihm
der Adler nach.
Letzte Beute
biet ich dem Aar:
Genießen mag er nun mein Blut.

October 19th, 2008

Am breiten Wasser in der Stadt

Am Wochenende war ich in Frankfurt. Auf der Buchmesse. Bushido war auch da.
Außer mir und Bushido war noch mein Bruder in Frankfurt. Er hat im Robert Johnson auflegt, was mir die Möglichkeit gab sehr schön bis zum Morgengrauen zu tanzen, mit Blick auf den Main. Oh ja.
Damit in Frankfurt alles mit rechten Dingen zugeht wurden mir auch Drogen angeboten. Und ein Pfefferminzkaugummi, für das ich sehr dankbar war.

October 12th, 2008
October 4th, 2008

Hauptstadt

Man möchte niemand die Laune beim Shoppen verderben. Dennoch hier eine aktuelle Liste der großen Warenhäuser von H&M über Zara bis Rittersport.
Wie eigentlich schon lange klar war, kommen Zara und Mango noch ganz gut weg, wohingegen H&M und Nestle zu den Schwerverbrechern gehören: Aktiv gegen Kinderarbeit

Ich komme gerade aus Berlin zurück. Einige Lesungen und Slams besucht. Bin müde und will mich verkriechen und pauschal erst mal froh, dass ich zwei Drittel des Oktoberfests verpasst habe. Als wir gestern am Bahnhof ankamen gleich so abgestoßen gewesen, dass wir die 3 Kilometer bis zu uns mit dem Taxi gefahren sind, um nicht die Straßenbahn nehmen zu müssen. Da war mir Kreuzberg von der Art zu feiern schon lieber. Hoffe heute Abend bei Gypsy Wein zu kriegen. Der und die Glücklichen waren in Frankfreich zur Weinlese und ich habe gehört, es gab sogar Champagner. In Berlin habe ich in einer Schule einen Blumenstrauß bekommen, da waren 3 von meinen Lieblingsblumen drin und dann musste ich ihn doch im Hotel lassen und jetzt hoffe ich die ganze Zeit, dass das Zimmermädchen ihn mitgenommen hat und gut zu ihm ist und jeden Tag anschneidet und ihn bitte nicht in die Biotonne geschmissen hat. Desweiteren möchte ich viel lernen und das schlechte Wetter hilft und daher wieder etwas ausgesöhnt mit dem Herbst.

October 4th, 2008

Stuff

Für alle Wirtschaft für Dummies Leser eine weitere kleine Unterstützung zum besseren Verständnis gobaler Abläufe in Bezug auf Güter:  The story of stuff