Tod und Verderben

wir haben es nicht nötig

September 28th, 2009

Meine Lieblingszeremonienmeisterin. Für Felix. Kommst du Mittwoch  auf einen Espresso vorbei? Sorry. Umzug.

YouTube Preview Image
September 23rd, 2009

Nach einem langen Spaziergang vier junge Musikerinnen beim Straßenkonzert betrachtet.
3 Geigen, 1 Cello.
Die erste Geige – eine durch und durch stolze Osteuropäerin – Kopf hoch, Brust raus, Geige fest im Griff, ohne jeden Anflug von Zittern oder schwierige Partitur, machte den stärksten Eindruck.
Ihre großen Katzenaugen beinahe zur Gänze geschlossen wiesen die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf das maliziöse Lächeln, das hin und wieder, als einzige Regung des strengen Gesichts, das Geigen überragte.
Die Cellistin – eine blonde Deutsche – modische Brille, gebändigtes Haar, optisch eher hinter dem Schalter einer Sparkassenfiliale, katapultierte sich mittels der geöffneten Oberschenkel in die Körpersprache des Ensembles zurück, leidenschaftlich, in entschlossener Knieumarmung ihres Cellos.
Die kleinste und vielleicht auch unerfahrenste Geige und Person des Kabinetts war ein 1,50 hohes Flohpaket, das Instrument, Takt und eigene Physiognomie spielte wie ein Federballmatch auf Trampolin. Sehr hübsch dazu; passend verriebene Klamotten und Wackelzehen ind Sandalen.
Und leider, zu der Vierten des Quartetts – es bewahrheitet sich wohl; es gibt nichts Unauffälligeres und Undankbareres als die zweite Geige.
Verdient haben die Fräuleins nicht schlecht: Zusprache und Münzen und Beifall und große Verbrüderung der Passanten an einem Platz, wo um diese Tageszeit eigentlich nie jemand stehen bleibt.

September 17th, 2009

Einen guten Tag mit mir selber verbracht. Das Klavier ist da und übt mächtig Einfluss aus.
Lange geschlafen. Grüntee gekauft; teuer. An der Kasse zusammengezuckt. Beim Trinken gemerkt, dass es sich lohnt.
Eine Katze gestreichelt, später  von ihr gebissen worden. In den Ellenbogen.
Auch Pangäa und das künftige Pangäa sind ein Gedanke wert. Sicher ist: wir kommen wieder zusammen. So manches Himalaya wird sich unter unserem Hintern auffalten und Afrika rummst gegen das Mittelmeer.
Mit Schlomo im Fastdunkel  Tischtennis gespielt. Geredet haben wir nicht.
Er hat gewonnen.

September 9th, 2009