Stehe da, wo vorher ein Wäldchen unweit des Taxisgarten war, vor einer Glas -Beton -Luxuswohnanlage, in Anbetracht derer, die ganze Einfallslosigkeit dieser Welt nur müde lächelnd abwinken wird.
Als ob es nicht schon genug Hässlichkeit gäbe.
Ich selbst werde mit einer Flinte im Häuserkampf Straßenzug um Straßenzug durchkämmen, um den Investor ausfindig zu machen, der es gewagt hat diesen heiligen Winkel anzutasten, in dem Igel gelebt haben und Bänke zum Verweilen und Gestrüpp, in dem man sich verstecken kann, wenn man unter 5 Jahren alt ist oder eine Katze.
Ich dachte immer ich bin der Yuppie. Dabei stimmt das gar nicht – ich bin ein handfester Öko und ich gebe all den wirklichen Yuppies, die den Bezug zum Leben verloren haben und in diesen Klotz eingezogen sind, genau eine Minute Zeit ihre Sachen zu packen und das Land zu verlassen, bevor sie mitsamt den überteuerten Stahlpompwohnungen, die oben genannter Investor in unser Altbauviertel gerammt hat, und ihren zweifach gefederten Angeberkinderwägen in die Luft gesprengt werden. Ich reiße diese, für Zugeldgekommene, Bunkerscheiße, die sich modernes Wohnen auf hohem Niveau schimpft, nieder und renne in das Büro des Stararchitekten, der für viel Asche seine billige Idee an o.g. gemästeten Investor verkauft hat, hacke ihm die Hände ab und räume den Tresor leer, gebe alles Geld den Hungernden und wenn alle Hungernden gegessen haben wird immer noch so viel übrig sein, das wir davon in den Schuttgruben des gesprengten Wohnkomplexes echte Häuser wachsen lassen können aus Geschichte und Gras und Menschen.
Um es mit Irmgard Keun zu sagen: Ich bin ganz kaputt vor Traurigkeit und Hass


