Probe in einem Vereinshaus von ausgesuchter Hässlichkeit.
Ich liebe schlecht eingerichtete Hotels, Kneipen, Arztpraxen und natürlich oben genannte Räumlichkeiten.
Noch mehr; schlecht gelüftete, mit Faschingsgirlanden von diesem oder letztem Jahr behangene, Einrichtungen.
Sie geben mir Anlass zu Spekulationen, die mich, weit über die an dergestalt gearteten Stätten verbrachte Zeit hinaus, beschäftigen.
Um es ohne Umschweife zu sagen verleiht die Kontemplation, die ich Bürgerhäusern und ähnlichen Räumlichkeiten widme, meinem eigenen grauen Sein einen Glanz, den mir keine gut bezahlte Vogue Layouterin auch nur im Ansatz verschaffen könnte.
Man muss sich die persönliche Erhebung vorstellen, die einen ereilt, setzt man den Fuß auf fleischfarbenen Linoleumbodenbelag, lässt das Auge über kiefernhölzerne Wandverkleidung wandern und die Finger in Plastikvorhänge greifen, die zu besseren Zeiten Assoziationen an die reife Haut einer Mittvierzigerin hervorriefen.
Man mag in einer unzulänglich beheizbaren Abstellkammer mit schwierigen Mitbewohnern und kalkblättrigen Wasserleitungen wohnen.
Nichtsdestotrotz wird sich der, in eine solche Unterkunft, Rückkehrende eines Restes verbliebener Würde sowie der Richtigkeit seines natürlichen Geschmackempfindens versichert wissen.
Was wiederum, möchte man an dieser Stelle großzügig denken, Motivation eines human handelnden Mehrzweckhallenausstatters sein könnte.
